Aquarium kaufen

Aquarium kaufen

Der Wartungsmodus ist aktiv

Reinigungsarbeiten im Aquarium


 


Der Wasserwechsel

 

Es gibt viele Arbeiten, die in einem Aquarium zu erledigen sind. Der Wasserwechsel jedoch gehört wohl zu den wichtigsten und elementarsten Aufgaben einens Aquarianers. Als Anfänger könnte man auf die Idee kommen, das komplette Wasser auszutauschen. Davon ist aber dringend abzuraten, da ein 100%iger Wasserwechsel die Anzahl wichtiger Bakterien, die für das biologische Gleichgewicht sorgen, zu stark dezimieren würde. Dabei handelt es sich insbesondere um die Ammoniak abbauenden Nitrosomonas und die Nitrit abbauenden Nitrobacter. Ein Teil- Wasserwechsel von ca 30 % ist im Normalfall vollkommen ausreichend.

 

 

Warum ist ein Wasserwechsel nötig?

 

Das Aquarium ist ein in sich geschlossenes System, das im Vergleich zu natürlich vorkommenden Gewässern wie Flüsse und Seen über keinen natürlichen Austausch des Wassers in Form von Strömungen und Zu- bzw Abflüssen verfügt. Fischkot, Pflanzen und Futterreste werden das Aquarium zwangsläufig immer mehr belasten. Selbst der beste Filter ist nicht in der Lage, das geschlossene System Aquarium auf Dauer von Schadstoffen wie Nitrit und Ammoniak frei zu halten. Wird der Wasserwechsel vernachlässigt, kann dies zu einem vermehrten Algenwachstum sowie einem Kippen des biologischen Systems und zum Sterben der darin lebenden Fische und Pflanzen führen.

 

 

 

 

Wasser ablassen :

 

Allgemein gilt : Strom und Wasser ist eine gefährliche Kombination, daher sollte vor allen Arbeiten am Aquarium, insbesondere beim Wasserwechsel, der Strom abgeschaltet werden.

 

Das Durchführen eines Wasserwechsels ist nicht sehr kompliziert. Alles was du dafür brauchst, ist ein Schlauch und einen oder besser gleich mehrere Eimer. Beim Wasserwechsel machen wir uns die physikalischen Gesetze zunutze. Dafür wird der Eimer unterhalb des Wassers am Boden oder auf einem kleinen Hocker platziert. Als Nächstes wird ein Ende des Schlauches in das Wasser gesteckt. Durch kräftiges Saugen am anderen Schlauchende ensteht nun ein Unterdruck, der das Wasser vollautomatisch in den Eimer befördert. Um beide Hände frei zu haben, kann der Schlauch auch im Wasser befestigt werden. Dabei solltest du den Schlauch aber immer im Auge behalten und nicht den Raum verlassen. Es kann nämlich immer mal vorkommen, dass sich der Schlauch löst oder ein neugieriger Fisch dem Sog zu nahe kommt. 

 

Tipp: Stülpe über das sich im Wasser befindende Schlauchende einen dünnen Strumpf (vorzugsweise aus Nylon), um so zu verhindern, dass übermütige Fische angesaugt werden. Das abgelassene Wasser wird nun am besten in der Toilette entsorgt. Waschbecken und Badewanne sind hier weniger geeignet, da der Abfluss durch Dreck im Wasser schnell verstopfen kann. Anstatt das Wasser wegzuschütten eignet es sich nebenbei herrvoragend zum Gießen deiner Zimmerpflanzen, da es sehr nährstoffreich ist.

 

 

Wasser einfüllen :

 

Nachdem etwa 1/3 des Wassers abgelassen wurde, kann nun mit dem Auffüllen begonnen werden. Es ist ratsam, das Wasser nicht einfach ins Becken zu kippen, da Pflanzen, Fische und Dekoration Schaden nehmen könnten. Besser bedienen wir uns wieder der Eimer-Schlauch-Methode. Damit das physikalische Prinzip auch diesmal funktioniert, muss sich der Eimer beim Auffüllen immer überhalb des Wasserspiegels befinden. Nach kurzem Ansaugen fließt das Wasser auch jetzt automatisch ins Becken. Da Fische empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren können, solltest du immer darauf achten, dass das Wasser in etwa dieselbe Temperatur wie im Aqauarium besitzt. Außerdem ist es ratsam, vor der Wasserentnahme  das abgestandene Wasser erst einmal aus der Leitung herausfließen zu lassen, um eventuellen Verunreinigungen mit Kupfer vorzubeugen.

 

 

Wie oft Wasser wechseln?

 

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da viele verschiedene Faktoren wie Beckengröße, Anzahl der Fische, Bepflanzung und Filterleistung eine Rolle spielen. Jeder Aquarianer muss daher selbst herausfinden, wann es in seinem Aquarium Zeit für einen Wasserwechsel ist. Besser ist es aber, lieber einen Wechsel zu viel als einen zu wenig durchzuführen. Prinzipiell kann man sagen: Je mehr Wasservolumen vorhanden ist, desto seltener muss das Wasser gewechselt werden. Folgende Beispiele dienen zur groben Orientierung:

 

 

  • 60l   Becken :  einmal pro Woche
  • 200l Becken :  alle zwei Wochen
  • 500l Becken :  alle 4 Wochen

 

 

Die Scheiben putzen

 

Scheiben zu reinigen gehört wohl eher zu den unbeliebteren Disziplinen eines Aquarianers. Wer aber Wert auf ein schönes gepflegtes Aquarium legt, welches die Blicke auf sich zieht, kommt um diese Arbeit nicht herum. Nahezu in jedem Aquarium gibt es ein geringes Algenwachstum. Das ist völlig normal und lässt sich kaum verhindern. Sollte sich jedoch ein übermäßiges Wachstum einstellen, ist das meist ein Anzeichen dafür, dass das biologische Gleichgewicht im Aquarium zu kippen droht und demetsprechend vorgegangen werden muss.

 

Normalerweise werden nur die Sichtscheiben gereinigt. Seitenscheiben können ruhig veralgt bleiben, insbesondere dann, wenn man im Besitz Algen fressender Fische wie etwa der Siamesischen Rüsselbarbe ist, die diese Nahrung benötigen. Die hintere Scheibe wird nur gesäubert, wenn man auch über eine schöne Rückwand verfügt. Zum Reinigen der Scheiben bietet der Handel diverse Klingenreiniger und Algenmagneten an, die ihren Zweck auch im Normallfall gut erfüllen. Beim Reinigen ist es wichtig, behutsam vorzugehen. Schnelle ruckartige Bewegungen sowie zu viel Druck sollte vermieden werden.

 

Besonders in der Nähe von Silikonverbindungen ist Vorsicht geboten. Beim Kauf von Algenmagneten ist es ratsam, dass die Magnetstärke an die Dicke des Glases angepasst ist, um so den richtigen Druck für die Reinigung erzeugen zu können. Kalkflecken auf der Abdeckscheibe werden am besten mit Essigwasser, Kalkentferner oder verdünnter Salzsäure entfernt. Wer etwas Geld sparen will und den nötigen Erfindungsreichtum besitzt, kann für die Scheibenreinigung auch auf Alternativen aus dem Alltag zurückgreifen. Einfache Utensilien wie Plastikkarten, Rasierklingen oder sogar Lineale leisten erstaunlich gute Arbeit.

 

Scheibenreiniger von Tetra

 

Scheiben im Aquarium reinigen

 

Zum Angebot auf Amazon!

Tetra Algenmagnet

 

 

 

Reinigungsarbeiten Algenmagnet

 

Zum Angebot auf Amazon!

Den Boden reinigen

 

Nachdem ein Aquarium den Betrieb aufgenommen hat, wird sich mit der Zeit eine braune Schlammschicht am Boden bilden – der sogennante Mulm. Er besteht hauptsächlich aus biologischen Abfallprodukten wie zersetzten Pflanzenteilen, Fischkot und Futterresten. Aber auch wichtige Mineralien und Kleinstlebewesen, welche Fischen und Pflanzen als Nährstoffquelle dienen, sind im Mulm zu finden. Normalerweise sollte der Mulm, wenn er in geringen Mengen vorhanden ist, nicht entfernt werden, da in ihm die für das biologische Gleichgewicht wichtigen Bakterien Nitrobacter und Nitrosomonas in hoher Konzentration enthalten sind.

 

Darum ist es ratsam, Mulm nur im Sichtbereich und nicht im gesamten Aquarium zu entfernen. So wird für ein sauberes Erscheinungsbild gesorgt, ohne den Bakterienbestand zu stark zu dezimieren. Zum Absaugen bietet der Handel Mulmglocken und Aquarienstaubsauger an, die nach dem selben Unterdruck-Prinzip funktionieren wie beim Wasserwechsel. Aquarienstaubsauger haben gegenüber Mulmglocken den Vorteil, dass sie beim Reinigen kein Aquariumwasser mit ablassen. Für das biologische System ist diese Vorgehensweise wesentlich schonender.

 

Mulmsauger von Dennerle

 

Aquarienreinigung Mulmsauger

 

Zum Angebot auf Amazon!

 

Aquarien-Staubsauger von Sera

 

Staubsauger für Aquarienreinigung

 

Zum Angebot auf Amazon!

 

Den Filter säubern

 

Der Filter ist ein wichtiger Bestandteil des Aquariums. Er befreit das Wasser nicht nur von gröberen Verschmutzungen, sondern bietet auch wichtigen Bakterien die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Nirgendwo ist die Konzentration von Schadstoff abbauenden Bakterien so hoch wie im Filter. Daher ist es zu empfehlen, niemals eine Filterreinigung und einen Wasserwechsel zu kombinieren, da das biologische System zu sehr belastet werden würde.

 

 

Wann sollte der Filter gereinigt werden?

 

Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten.Genau wie beim Wasserwechsel
ist die Häufigkeit der Filterereinigung abhängig von verschiedenen Faktoren wie die Anzahl der Fische, die Größe des Beckens, die Bepflanzung und die Filterleistung. Jeder Aquarianer muss also selbstseinen Reinigungs-Rythmus herausfinden. Wichtig ist es, den Filter auf keinen Fall zu häufig zu reinigen, sondern bestimmte Anzeichen abzuwarten. Indiz für den richtigen Zeitpunkt zur Reinigung ist ein Nachlass der Durchflussleistung . Auch wenn sich Schmutz schneller ansammelt als gewöhnlich ist das ein Zeichen. Für gewöhnlich muss ein Innenfilter öfter gereinigt werden als ein Außenfilter.

 

 

Vorgehensweise bei der Reinigung

 

Bevor du Hand anlegst, wird der Strom abgeschaltet und das Netzkabel herausgezogen. Nun kannst du vorsichtig den Filter entnehmen. Bei Außenfiltern müssen natürlich bestehende Schlauchverbindungen vorher noch getrennt werden. Nachdem die Abdeckung entfernt wurde, können die Filtermedien entnommen werden. Chemikalien und andere Putzmittel aus dem Haushalt dürfen auf keinen Fall bei der Reinigung der Filtermedien eingesetzt werden.

 

Vorsichtiges Abspülen unter klarem, lauwarmen Leitungswasser ist vollkommen ausreichend. Wer die Säuberung noch schonender gestalten will, kann auch einfach etwas Aquariumwasser in einen Eimer füllen und dort die Reinigung durchführen. Falls Schlauchverbindungen veralgt sein sollten, können diese mit speziellen Bürsten gesäubert werden. Sind die Reinigungsarbeiten abgeschlossen, kann der Filter wieder eingesetzt werden und seinen Dienst aufnehmen.

 

 

Passwort vergessen