Aquarium kaufen

Aquarium kaufen

Der Wartungsmodus ist aktiv

Schnecken im Aquarium


 

 

Ob erwünscht oder unerwünscht, jeder Aquarianer wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Laufe der Ausübung seines Hobbys auf neue Mitbewohner aus der Familie der Gastropoden treffen. Schnecken im Aquarium gehören wie ihre an Land lebenden Vertreter zum Stamm der Weichtiere (Mollusca) und werden meist unwissend mit Wasserpflanzen und Fischen in das heimische Aquarium eingeschleppt. Lange Zeit hat man Wasserschnecken dafür verurteilt, Krankheiten einzuschleppen und Pflanzen zu schädigen. Wie sich herausstellte, völlig zu Unrecht. Im Gegenteil – Wasserschnecken im Aquarium können sogar äußerst nützlich sein und sind dazu noch schön anzuschauen.

 

Gerade in den letzten Jahren sind durch Züchtung verschiedenfarbiger Schnecken und dem wachsenden Interesse für die Nano Aquaristik viele Aquarianer auf den Geschmack gekommen. Besonders die bis zu einem Tischtennisball große Apfelschnecke (Ampullaria) erfreut sich großer Beliebtheit und wird sogar bewusstgehalten. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Wasserschnecken in allen möglichen Formen, Farben und Größen. Im heimischen Becken sehr häufig vorkommende Wasserschnecken sind unter anderem die Turmdeckelschnecke, die Posthornschnecke und die Apfelschnecke, welche im Folgenden kurz vorgestellt werden.

 


 

 

 


 

 

Die Turmdeckelschnecke

(Melanoides tuberculata)

 

Die ursprünglich aus Afrika und Asien stammende Turmdeckelschnecke lässt sich anhand deutlicher Merkmale schnell identifizieren.Sie verfügt über ein rechtsgewundenes, spitz zulaufendes Gehäuse und wird ca. 20 mm groß. Sehr prachtvolle Exemplare dieser Wasserschnecke können sogar über 30 mm lang werden. Die Färbung der Schale ist meistens grau-bräunlich.Turmdeckelschnecken verbringen die meiste Zeit des Tages im Bodengrund, lockern diesen auf und reichern ihn mit Sauerstoff an. Pflanzenwurzeln haben es so leichter, sich durch den Grund zu graben und Nährstoffe abzugreifen. Diese Eigenschaft hat ihr auch den Spitznamen “Regenwurm des Aquariums “ eingebracht.

 

An ihrem Verhalten lässt sich auch auf die Qualität des Bodengrundes schließen. Sollten sich tagsüber größere Mengen an der Scheibe sammeln, ist das meist ein Indikator dafür, dass der Boden ein hohes Maß an Verschmutzung erreicht hat und gereinigt werden sollte. Turmdeckelschnecken sind wie die meisten Schnecken im Aquarium Allesfresser. Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile, Algen und auch
verendete Fische fallen in ihr Nahrungssortiment. Herrscht im Becken kein Nahrungsmangel, werden Wasserpflanzen normalerweise in Ruhe gelassen.

 

 
 
Turmdeckelschnecke im Aquarium
Schnecken im Aquarium

 

 

Die Posthornschnecke

(Planorbarius corneus)

 

Die Posthornschnecke verdankt ihren Namen dem typisch geformten Gehäuse und zählt wohl zu den attraktiveren Schnecken im Aquarium. Früher eher unbeliebt und heutzutage dank vieler verschieden gezüchteter Farbvariationen wieder in Mode gekommen. Von weiß, gelb, rosa bis zu blau ist alles möglich. Die ursprüngliche Farbe dagegen ist ein bräunliches Rot. Diese Färbung wird durch den Blutfarbstoff Hämoglobin erzeugt, der durch seine Fähigkeit, Sauerstoff zu binden, es diesen Wasserschnecken ermöglicht, auch in sehr sauerstoffarmen Gewässern zu überleben.

 

In Europa gehört sie zu der einzigen bekannten Schneckenart, die diese Eigenschaft besitzt. Die Posthornschnecke wird bis zu 30 mm groß und vergreift sich gelegentlich auch an Pflanzen. Daher sollte sie bei zu starker Vermehrung abgesammelt werden. Zerdrückt und wieder ins Becken geworfen kann sie auch als Futter für deine Fische verwendet werden. Neben Futteresten und Aas werden Blau- und Grünalgen besonders gerne verspeist.

 

 

 

Aquarienschnecken
Wasserschnecken Aquarium

 

Die Apfelschnecke

(Ampullaria)

 

Die bis zu einem Tischtennisball große und nicht einfach zu haltende Apfelschnecke ist wohl die bekannteste und auch eine der schönsten Aquarienschnecken. Ihr rechtsgewundenes Gehäuse gibt es in den unterschiedlichsten Farben. Braun,gelb und gestreift sind die häufigsten Varianten. Ihre Heimat sind stehende Gewässer und Sümpfe in den tropischen Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens. Da diese regelmäßig austrocknen, hat die Evolution diese Wasserschnecken mit einer kleinen Besonderheit ausgestattet. Sie verfügen sowohl über Kiemen als auch über eine vollfunktionsfähige Lunge, die es ihnen ermöglicht, auch außerhalb des Wassers Sauerstoff zu beziehen.

 

Mit dem Sypho, ein röhrenartiges Organ am Kopf des Tieres, pumpt sie Sauerstoff in ihre Lungen, ohne dabei das Wasser verlassen zu müssen. Diese Eigenschaft ermöglicht ihr auch längere Landgänge. Um morgens also nicht mit einer Apfelschnecke neben dem Kopfkissen aufzuwachen, ist es ratsam, diese Tiere daher immer in einem geschlossenen Aquarium zu halten. Falls geplant ist, die zweigeschlechtlichen Tiere zu züchten, ist immer auf ausreichend Platz zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung zu achten (5-10 cm), da Eier immer außerhalb des Wassers abgelegt werden.Verendete Tiere müssen umgehend aus dem Aquarium entfernt werden, da diese schnell faulen und das Wasser vegiften.

 

 

 

Aquarium mit Schnecken
Apfelschnecken im Becken

 

 

Was tun bei Schneckenplage?

 

Sollten Schnecken im Aquarium durch massenhafte Vermehrung nun doch zu Plage werden oder trotz nützlicher Eigenschaften einfach ein Schnecken-freies Becken erwünscht sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Abhilfe schaffen können.

 

 

1. Futter reduzieren

Durch eine Reduktion der Futterzugabe wird sich die Anzahl der Schnecken im Aquarium zwangsläufig verringern. Dabei brauchst du dir keine Gedanken um deine Fische zu machen, da in den meisten Aquarien die Fische ohnehin überfüttert sind und eine kleine Diät nicht schaden wird.

 

 

2. Absammeln

Um die Population der Schnecken im Aquarium zu verringern, hilft es schon oft, die Schnecken einfach manuell abzusammeln. Jede Schnecke einzeln aufzuheben kann jedoch ziemlich zeitraubend und nervig sein. Um eine große Anzahl auf einmal zu erwischen, bietet sich der Einsatz von Ködern an. Diese lassen sich schnell selber herstellen oder aber man greift zu im Handel erhältlichen Schneckenfallen, um das Schneckenproblem in den Griff zu bekommen.

 

 

3. Fressfeinde

Einige Fischarten haben keine Probleme damit, Schneckengehäuse zu knacken und sich so eine zusätzliche Mahlzeit zu ergattern. Etwa die Prachtschmerle oder diverse Buntbarscharten eignen sich hervorragend für eine Schneckenbekämpfung. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Schnecken mit Schnecken zu bekämpfen. Die Raubturmdeckelschnecke zum Beispiel ist ein reiner Fleischfresser, der die Population der Schnecken im Aquarium deutlich dezimieren kann. Natürlich muss man sich vorher informieren ob die Helfer auch für dein Aquarium geeignet sind.

 

 

4. Chemie

Chemie ist immer mit Vorsicht zu genießen und sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Das empfindliche biologische System des Aquariums kann durch chemischen Einsatz schnell durcheinandergebracht werden und sehr negative Folgen für dessen Bewohner haben.

 

 

Passwort vergessen